Ich bin im Dezember mit einer saudischen Delegation in den Osten des Jemens, in die Provinz Mahra, geflogen. Hier sind zwei Artikel, die vor Ort entstanden sind:

Während im Westen Bomben fallen, führt Saudi-Arabien im Osten einen anderen Kampf

Ein Konvoi aus vier weißen Geländewagen biegt in den staubigen Hof einer Schule, davor ein schwarzer Pickup-Truck, drei Männer auf der Ladefläche. Einer von ihnen ist mit einer dunklen Sturmhaube maskiert, zwei haben ein Tuch in Tarnmuster um Mund und Nase gewickelt. In ihren Händen halten sie AK47-Sturmgewehre.

Es ist kurz vor acht Uhr morgens in Al Ghaydah im Südosten des Jemens. Der Unterricht der Kinder sollte hier gerade beginnen. Doch heute ist ein besonderer Tag: In den weißen Wagen, deren breite Reifen das Geröll auf den Wegen nur so durch die Luft wirbeln, befindet sich eine Delegation der saudischen Regierung. Sie ist gekommen, um feierlich die Übergabe von tausenden Schulbüchern an die Schülerinnen und Schüler zu besiegeln.

Es ist eine Seite des Jemenkrieges, die sich weitgehend unter dem Radar der westlichen Öffentlichkeit abspielt.

Im hiesigen Bezirk Mahra hat Saudi-Arabien begonnen, ein massives Hilfsprogramm aufzuziehen. Während die vom Königreich angeführte Militärkoalition über anderen Regionen des Jemens weiter Bomben abwirft, soll in Mahra der Aufbau beginnen. Vom Krieg gegen die Huthis ist die Region weitgehend verschont geblieben, doch wirtschaftlich und politisch ist sie jahrzehntelang vernachlässigt worden.

Verschiedene lokale Stämme haben die Herrschaft in Mahra unter sich aufgeteilt, in der Abwesenheit einer jemenitischen Zentralregierung waren sie lange die einzige administrative Autorität. Schmuggler machten in Mahra ein blühendes Geschäft, über die Grenze zum Oman sollen Waffen und Drogen auch in die Hände der aufständischen Huthi-Miliz gekommen sein.

Nun soll das ein Ende haben. Saudi-Arabien hat seine Präsenz auch militärisch deutlich verstärkt. Das Land beginnt hier im Osten, seine Vision von einem neuen, einem friedlichen Jemen nach dem Krieg in die Tat umzusetzen.

Hier lest ihr weiter: https://www.huffingtonpost.de/entry/jemen-wahrend-im-westen-bomben-fallen-fuhrt-saudi-arabien-im-osten-einen-anderen-kampf_de_5c19107fe4b08db99057fdf6?utm_hp_ref=de-homepage

Sie entkam mit 11 der Kinderehe, heute kämpft Nada für Gerechtigkeit für alle Mädchen

Nada al-Ahdal steht auf dem Rollfeld des Flugplatzes von Al-Ghaydah im Osten des Jemens. Der Motor des kleinen Propellerflugzeugs der saudischen Armee hinter ihr macht einen Höllenlärm, sonst wäre es wohl vor allem der Auslöser der Kameras ihres Onkels, dessen Geräusch die Mittagsruhe erfüllen würde.

Nada ist 15 Jahre alt, sie trägt eine schwarze Abaya, ein in der Region typisches Gewand mit schwarzem Kopftuch, das den Blick auf ihr rundliches zartes Gesicht großzügig freigibt. “Aus Respekt vor der Kultur“, sagt sie.

Gerade ist eine Delegation der saudischen Regierung im Jemen gelandet, dazu eine Traube von Journalisten. Eigentlich soll es um ein Hilfsprogramm Saudi-Arabiens im Bürgerkriegsland gehen.

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Doch die Blicke richten sich vor allem auf Nada. Mit ihren nur fünfzehn Jahren ist sie eine Art Popstar. Doch nicht mit Musik oder Schauspielerei hat sie es zu Bekanntheit gebracht – sondern durch ihren Einsatz für Menschenrechte.

Hier lest ihr weiter: https://www.huffingtonpost.de/entry/sie-entkam-mit-11-der-kinderehe-heute-kampft-nada-weltweit-fur-gerechtigkeit_de_5c1bb883e4b0407e90783409?utm_hp_ref=de-homepage

 

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